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 | Zur Person |
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Vita |
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Name |
Normen Weber |
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Spitzname |
Raketen-Normen; Normi |
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Geboren |
16.10.1985 in Berlin |
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Wohnort |
Köln |
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Verein |
Faltboot Freunde Brühl e.V. |
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Familienstand |
ledig |
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Education |
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Ausbildung |
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1992 bis 2005 |
Schule mit Abitur in Köln |
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2005 |
Grundausbildung bei der Bundeswehr |
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2005 bis 2008 |
Sportsoldat bei der Bundeswehr |
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07/2008 |
Offizierlaufbahn |
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ab. 01.10.2009 |
Studium in München "Sportwissenschaften" |
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Sportlicher Werdegang |
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1985 bis 1990 |
Verein in Zeuthen (Adw) unweit von Berlin |
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1991 bis 1997 |
Orts-, Vereinswechsel in den KKM Köln (Flachbahn) |
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Trainer: Antje Weber |
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1996 bis dato |
Vereinseintritt in den Verein des FFB Brühl (Wildwasser) |
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Trainer: Manfred Harzheim und Antje Weber |
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2001 |
Aufnahme in die Nationalmannschaft |
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2004 |
Erwerb des Trainer C |
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2006 bis dato |
Vereinseintritt in den VfK Wuppertal (Drachenboot) |
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2007 |
Erwerb des Trainer B |
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MISCELLANEOUS |
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Hobbys |
Organisieren von Events, Erstellen kleiner Filme, Freunde |
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Lebensmotto |
KdS --> Kraft durch Schonung KdI --> Kraft durch Intelligenz |
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Stärken |
Durchhaltevermögen, Ausdauer, Hilfsbereitschaft, Zeitmanagement, Organisationstalent |
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Träume |
Reisen, Familienleben |
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BIOGRAPHIE ALS KANUTE
Ich – Normen Weber – geb. am 16.10.1985 in Berlin, saß bereits 1986 das erste Mal mit knapp einem Jahr bei Familienausflügen auf den Berliner Seenplatten in einem Faltboot. Ab 1991 (7 Jahre) spielte ich im Schülerboot unweit vom Steg. 1992 hatte ich dann mein erstes Rennen über 1000m bei einer WdtM als Schüler C. Ich kann mich noch erinnern – nach 250 m konnte ich gar nicht mehr und kam irgendwann heulend im Ziel an.
Unser damaliger Vereinvorsitzender dachte, Schüler müssten lange Strecke fahren, denn nach irrigen Auffassungen könnten sie sich bei der kurzen überlasten. Aber ich paddelte damals sowieso höchstens 1x um die Insel und das sind knapp 1200m.
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Bis 1996 paddelte ich im K1 und CI auf Flachbahnregatten. Mein bestes Ergebnis war damals als Schüler B, als ich den 1. Platz bei den Schülerspielen in Sachsen-Anhalt in der NRW-Auswahl-Mannschaft erkämpfte. Als Schüler musste man früher immer Schülerspiele bewältigen.
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Bewältigen im wahrsten Sinne des Wortes. Denn da einige außer zwei linke Hände auch 2 linke Füße besaßen, konnte Laufen eine Strapaze darstellen. Denn die „Spiele“ setzten sich zusammen aus Laufen, Paddeln und einem Paddel-Parcours. Glücklicherweise konnte ich als Leichtgewicht schnell wie ein „Hase“ laufen. Da ich früher den Parcours regelmäßig mit sehr viel Vorsprung gewann, machte es mir sehr viel Spaß, eine solche Sportart auch auszuüben.
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Da meine Talente auch eher im Parcours und im Startverhalten lagen, kam es 1995 (11 Jahre) dazu, dass ich mein erstes Abfahrtsrennen fuhr. Die nicht immer gleichen Strecken, die Abwechslung und die Schwierigkeiten motivierten mich zum Training im Abfahrtsboot. Flachbahn fahren fand ich keineswegs uninteressant, jedoch motivierte mich die Herausforderung bei Abfahrtsrennen nach und nach immer mehr.
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Erste Erfahrungen mit den Abfahrtsfahrern hatte ich bereits 1993, als meine Familie mit meinem jetzigen Trainer ins Trainingslager nach Südfrankreich an die Ardechè in Vallon fuhr. Damals, ich erinnere mich heute noch gerne daran, schob mich Dieter Wichterich im CII die 36 km lange himmlisch schöne Schlucht runter. Meine Paddelkünste reichten vielleicht für die Hälfte der Strecke, dann hatte ich nämlich nur noch Unsinn im Kopf und spielte mit den Händen im Wasser.
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1997 (12 Jahre) fuhr ich auf meine erste DM im Wildwasserrennsport. Dort konnte ich in meinem letzten Schüler B Jahr einen sehr guten 3. Platz belegen. Ich „Pips“ war stolz wie „Oskar“. Als ich in die Schüler A kam, überlegte ich mir mit meinen Trainern, aufgrund dessen, dass ich noch nicht akzeleriert war, ich könnte ja auch C1 Rennen fahren, weil dabei meine technischen Fähigkeiten positiv gefördert würden. Schon lange trainierte ich nebenbei C1 – sowohl Flachbahn als auch „Wildwassereierfeile“ und konnte mir durchaus eine erfolgreiche Saison in den nächsten Jahren damit vorstellen. So wurde der C1 immer mehr zu meiner Hauptdisziplin. Auf kleinen Abfahrtsrennen fuhr ich bereits C1. Der Unterschied zum K1 ist beträchtlich. Im C1 kniet man im Boot und sitzt auf einer selbst eingebauten „Sitzmaschine“. Im K1 sitzt man mehr oder weniger bequem in einer Sitzschale. Außerdem wird der C1 nur auf einer Seite gepaddelt, wobei es sich immer mehr entwickelt, das Paddel zu „schmeißen“, d.h. beidseitig zu fahren.
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Ich war ein sehr verspieltes Kind und meine Trainerin (Mutter) förderte meine und die Begabungen der anderen Kinder unseres Teams mittels Spielen auf dem Wasser und auf dem Land mit Fartlekspielen, Staffeln, Sprints, Slalom und div. Ballspielen.
Als ich in die Jugend kam, wurde mein Training etwas umfangreicher – außer Spielen stand nun richtiges km- fahren auf meinem Plan. Sechs km kamen mir anfangs unendlich lang vor. Über fünf km schaffte ich eigentlich nur in Trainingslagern. Aber ich durfte endlich auf jedem Rennen, wo ich wollte C1 fahren. Aber ich sah erst einmal, wie gut die Anderen von hinten aussahen, weil sie wesentlich schneller fuhren als ich. In dem Jahr, wo ich viele Niederlagen einstecken musste, gab es natürlich auch positive Momente z.B. im C2 und im C2-Mix mit meiner Schwester. Als ich bereits im C1 kleine Lichtblicke sah, wusste ich, da muss und da kann noch mehr kommen. Ich trainierte also über die Winter fleißig und erhoffte mir in den darauf folgenden Saisons eine Leistungssteigerung. Da man lt. meiner Trainer auch vielseitig trainieren soll, musste ich zweimal in der Woche mindestens K1 fahren. Das war eine willkommene Abwechslung. Im Verein war ich neben meinem Wildwassertrainer (Manfred Harzheim) der zweitälteste Aktive. Ich lernte sehr viel aus seinem Erfahrungsschatz, denn Wildwasser Lesen zu können, ist nicht angeboren. Den Kampf mit den Elementen z.B. auf der Sesia (Fluss in Italien) habe ich durch ihn erlernt. Im C1 konnte ich bei den Kajak-Mädchen gut mithalten, aber die Motivation auch mal der Schnellste zu sein, kam beim Training durch das Kajak Fahren zustande. Seit 1999 war ich bereits im NRW-Kader im K1 aufgenommen, da ich mich auch dort immer noch gut platzieren konnte. 2001 sah ich nun meine Trainingserfolge in den ersten Rennen. Sie waren so groß, dass andere Trainer meinten, ich solle die Qualifikationen für die JunEM dieses Jahr mitfahren. Meine zwei Trainer hatten damit zwar überhaupt nicht gerechnet, aber so fuhren wir auf die Qualifikationsrennen und ich konnte mich durchsetzen. Tatsächlich, mit ein bisschen Glück, qualifizierte ich mich als dritter für die JunEM, obwohl ich eigentlich noch Jugendlicher war.
Auf der EM sammelte ich viel neue Erfahrung. Der größte Erfolg für mich war es, auf einem Bach das Rollen im Boot zu erlernen und bei anderen Aktiven zu sehen, wie schnell und gut man einen C1 beherrschen kann. Vorbild ist für mich Vladi Panato aus Italien. Guter Dinge kam ich von meiner JunEM zurück und war trotz meines vorletzten Platzes stolz, teilgenommen zu haben. In den nächsten Jahren nahm ich mir vor, mich für die Nationalmannschaft zu qualifizieren, was mir in den weiteren Jahren auch gelang. Um meine Erfahrung auch in einem Rennen gut umsetzen zu können, fehlte mir noch etwas - das „gute“ Material. Doch meine Mutter, die sehr überzeugt war, was in mir steckt, kaufte mir das wichtigste Equipment (Boot, Paddel, Spritzdeck u.s.w.) und motivierte mich.
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Die Erfahrungen und Tipps vor allem von Gregor Simon (Weltmeister im C2) und von anderen aus der Nationalmannschaft, verhalfen mir auch zu neuen eigenen Erkenntnissen z.B. beim Einteilen der Kräfte über die Rennstrecke. Aus den guten Vorsätzen wurde 2002 Wirklichkeit, nach meinem verpatzten Classiclauf erkämpfte ich mit der Mannschaft den JunWMTitel.
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Für die nächste Saison war ich hoch motiviert, denn ich hatte ja noch ein Jahr bei den Junioren vor mir und nun war ich einer der Ältesten und Erfahrensten in meiner Klasse. Das Jahr 2003 fing gut an. Auf den ersten nationalen Rennen zeigte ich mich in hervorragender Form und qualifizierte mich für die JunEM und JunWM.
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Auf der EM lief es einfach super. Nachdem ich den Nonstop gewonnen hatte, wollte ich einen Podestplatz für mich erpaddeln. Es gelang mir mit Platz 2 und um nur 0,4 sec schrammte ich am Sieg vorbei. Meine gute Form wurde durch zwei weitere Vizetitel im Sprint und im Team bestätigt. Bisher waren dies meine größten Erfolge, dennoch konnte ich sie dieses Jahr toppen und ich wollte es. Auf der JunWM lief dann einfach alles perfekt. Der Wuchtbach der mir eigentlich nicht so gut liegt, wurde mit zwei Juniorenweltmeistertiteln und einem 2. Platz im Team zum bisher glücklichsten Erlebnis für mich.
Nur dies alles hätte ich nie schaffen können ohne meine Trainer. Diese hatten maßgeblichen Anteil an meinem Erfolg. Wer hätte mich dahin bringen können, wenn nicht meine Trainer. Sie haben es verstanden, mich durch Spiel, Spannung und Spaß auch an trainingsfaulen Tagen zu motivieren. Hätten andere mir soviel Unterstützung gegeben und Potential in mir gesehen? Wer weiß das schon… Dieses Jahr steige ich in die Leistungsklasse auf, es wird wieder schwerer, doch mit meinen Trainern an meiner Seite, kann man alles erreichen.
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An meine großen Erfolge wollte ich nun auch in der Herrenklasse anknüpfen. Auf den ersten Rennen konnte ich mir die Eindrücke verschaffen, dass ich evtl. die Chance hätte zur WM im eigenen Land zu fahren. Allerdings verlief die Quali nicht ganz so glücklich. Immerhin ich wurde als Ersatzfahrer nominiert.
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Die Deutschen Meisterschaft verlief viel besser für mich. Insgesamt konnte ich es gar nicht fassen, aber 2x Platz 3. im Canadier Einer waren für mich eine vollkommene Überraschung. Diese Bilanz unterstrich ich noch durch einen weiteren 3. Platz im Canadier Zweier mit meinem Partner Rene Brücker und dem Deutschen Meistertitel in der Mannschaft mit Rene und Dominik Pesch. In den abschließenden Rennen der Saison konnte ich dann zeigen, dass ich z.Zt. zu den schnellsten Canadierfahrern Deutschlands gehöre. Mein Ziel für die nächste Saison stand also fest: Ich wollte mich für die EM 2005 qualifizieren.
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Das Training während des Winters verlief reibungslos. So ging ich also guten Mutes in die Saison 2005. Das erste Qualifikationsrennen war dann schon der Knüller. Mit einem Vorsprung von 15sec setzte ich mich durch. Die weiteren Qualirennen verliefen weiter erfolgreich, so dass ich zur EM nominiert wurde.
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Gut vorbereitet fuhr ich erst einmal zur Deutschen Sprint-Meisterschaft nach Augsburg. Kurz vor meinem ersten Start bekam ich Bescheid, dass ich mein Abi mit 2,0 bestanden hatte. Mit diesen positiven Meldungen ging ich also in die 2 Sprintrennen im C1 und C2 mit meinem Partner Rene Brücker. Durch soviel positive Energie angetrieben, standen am Ende zwei sensationelle Deutsche Meistertitel für mich zu buche. Zur Deutschen Classic-Meisterschaft in Lofer (AUT) unterstrich ich meine guten Leistungen mit einem weiteren Titel im C2-Mix, einem Vize-Titel in der C1-Mannschaft und einem 3. Platz im C1.
So ging es nun zur EM nach Chalaux. Der Bach eng, steinig und fast tropische Bedingungen machten die Befahrbarkeit ziemlich anspruchsvoll. Trotz dieser Schwierigkeiten versuchte ich das Beste rauszuholen. Unterstützt von meinen Vereinskameraden konnte ich im Sprint einen hervorragenden 5. Platz belegen. Im Classic belegte ich einen guten 12. Platz und in der Mannschaft konnte ich meine erhoffte Medaille mit einem 3. Platz erpaddeln.
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Nun stand noch die 2 Hälfte der Saison vor mir. In den abschließenden Rennen wuchs ich weiter über mich hinaus und siegte in jedem C1 Rennen.
An diese Erfolge will ich im Jahr 2006 anknüpfen. Als jetziger Sportsoldat kann ich mich ganz konzentriert auf die WM in Karlovy Vary vorbereiten und mein Ziel von einem Weltmeistertitel bei den Herren womöglich erfüllen.
Das Jahr begann besser als erwartet. Ohne große Probleme bezwang ich in den ersten Rennen den amtierenden Europameister Stephan Stiefenhöfer. Auf den Quali Rennen überzeugte ich ebenso und gewann 3 der 4 Quali-Läufe zur WM. Besser hätte es gar nicht laufen können. Durch meine hervorragenden Leistungen hatte ich mir sogar vorgestellt auf der WM im Einzel eine Medaille zu erpaddeln. Doch dann warf mich ein Infekt etwas zurück.
Die Deutsche Meisterschaft zeigte dies auch. Mit drei Titeln (C1 und C2 Sprint, C1 Mannschaft) und einem Vizetitel (C1 Classic) holte ich das bestmögliche, trotz meiner 14-tägigen Grippe aus mir heraus und war hochzufrieden. Nun konnte die WM kommen.
Die WM in Karlovy Vary war ein echter Knüller. Zwar war der Bach nicht allzu schwer, aber Zuschauer am Rand der Strecke O-Maß machten den ganzen Wettkampf ziemlich reizvoll. Durch eine kleine Erkältung war ich leider nicht 100%tig fit, aber ein 5. Platz im Classic war sensationell. Am Anfang der Saison hätte ich damit noch nicht gerechnet. Im Sprint lief es sogar noch besser. Zwar war ich nach dem ersten Lauf nur auf Platz 6, aber meine Zwischenzeit sprach Bände, den dort lag ich noch auf Platz 2 (und das ganz ganz knapp). So wollte ich im 2. Lauf alles auf eine Karte setzen. Leider passierte mir ein steuer Missgeschick, so dass ich nur auf Platz 9 fuhr. Aber meine Zwischenzeit war wieder richtig gut. Ich wusste also, ich kann mit den besten Sprintern der Welt mithalten und sie sogar schlagen. Das Mannschaftsrennen am letzten Tag stand bevor. Die Croaten galten als die klaren Favoriten. Aber wir als Mannschaft konnten ihnen durchaus das Wasser reichen, dachte ich mir und so fuhren wir zu einem sensationellen Weltmeistertitel. Mit 4 sec Vorsprung gewannen wir am Ende vor den CZE. Die klaren Favoriten erpaddelten nur einen 3. Platz.
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Nach diesem großartigen Erfolg, wollte ich es im Weltcup noch einmal wissen. Mit dem Ziel 2 Medaillen zu gewinnen, fuhr ich zu den 5 Weltcuprennen dieser Saison. Auf dem Noce war ich wieder zu 100% fit und der Bach kam mir mit seinem Streckenprofil sehr entgegen. Zwar musste ich mein Boot oft flicken, aber ich kannte die Strecke perfekt und wusste, hier kann ich was reißen. Gesagt getan, gewann ich das erste Weltcuprennen und war überglücklich. Mein erster Weltcupsieg, so stark hätte ich mich doch nicht eingeschätzt. Im Sprint am darauf folgenden Tag belegte ich Platz 2. Wow, dachte ich mir nur. So kann ich sogar den Gesamtweltcup gewinnen. Nun ging es nach Lofer. Nach vielen Unwettern wurde die Strecke aus Sicherheitsgründen kurz vor dem Start verkürzt. Mit 2 fast perfekten Läufen konnte ich einen 2. Platz erpaddeln. Super dachte ich mir. Jetzt noch ein solches Ergebnis und ich habe den Gesamtweltcup gewonnen. Leider gingen meine Kräfte aber langsam zurück. Ich merkte, dass die anstrengenden Wochen meine körperliche Energie voll gebraucht haben und meine Kräfte nun nachließen. Aber nie aufgeben, habe ich mir gedacht und versuchte alles um in den letzten 2 Rennen vielleicht noch ein Treppchenplatz zu erfahren. Im Sprint legte ich einen super Lauf hin, bis 15 Meter vor die Lichtschranke. Ein fataler Fehler kostete mich die Führung und ich landete auf Platz 8. Im 2. Lauf konnte ich noch auf Platz 7 vorfahren, aber weiter ging es nicht. Nun war ich 2. in der Gesamtwertung. Das Classicrennen am letzten Tag brachte nun die Entscheidung, wer den Gesamtweltcup gewinnen würde. Ich oder ein Franzose das war sicher. Allerdings musste ich mindestens Platz 5 erpaddeln. So wie ich es mir ausgerechnet hatte, kam es dann auch. Ich belegte Platz 5 und gewann den Gesamtweltcup im C1. Das ist noch keinem deutschen Fahrer vor mir im C1 gelungen.
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Der 2. Saisonteil ging so weiter wie ich den ersten beendet hatte. So führte ich am Ende der Saison im Canadier-Einer die Sprint- und Classicrangliste an und konnte mich als Sportsoldat bei der Bundeswehr weiterhin ganz speziell auf die neue Saison 2007, mit dem Höhepunkt der Europameisterschaften in Bihac (BIH), vorbereiten.
Der Winter verlief glänzend, so dass ich mit viel Mut und Selbstvertrauen in die Saison startete. Ganz anders wird das jedoch ab nächste Woche; denn dann geht es nach Bihac/Bosnien Herzegowina zur Europameisterschaft. Die Croaten, Franzosen und Tschechen sind unheimlich stark ... Ich habe mich gut vorbereitet und will hoch hinaus. Drückt mir die Daumen.
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Eine erfolgreiche Europameisterschaft ist zu Ende und ich bin zufrieden mit mir. 3 Vize-Europameistertitel und ein 5. Platz sind ein sensationelles Ergebnis. Im Classicrennen nur 2 Sekunden hinter dem amtierenden Weltmeister aus Croatien finde ich echt prima. Vielleicht bezwinge ich Ihn auf den Weltcuprennen.
Jetzt gilt es sich jedoch schnell zu erholen und auf die DM und 6 Weltcuprennen vorzubereiten.
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Die Deutsche Meisterschaft war bei schönem Regenwetter ein erfolgreiches Wochenende mit 3 Titeln und 3 Vize-Titeln. Leider konnte ich durch meine Rolleinlage im 2. Sprintlauf nicht meine Titelverteidigung behaupten, dennoch bin ich ganz zuversichtlich, dass ich auf dem Weltcup im Sprint in dieser Saison einmal 2 perfekte Sprintläufe runter bringe.
Drei schöne Rennwochenenden gespikt mit großartigen Erfolgen haben den ersten Saisonteil 2007 beendet. Mit vier Podiumsplätzen auf dem Weltcup und dem 3. Platz im Gesamtweltcup bin ich hellauf begeistert. Es waren schöne Wochen in Österreich, Tschechien und Italien. Nun habe ich eine 2-wöchige Rennpause, in der ich mich von den "Strapazen" erholen kann.
Das Jahr 2008 hat begonen und es gibt dieses Jahr nur ein Ziel und das ist der Weltmeistertitel am 5. Juni im Canadier-Einer Classic. Auf diese Ziel hin wird die ganze Saisonplanung abgestimmt. Bald sehen wir was daraus wird...
Nun hier eine Zusammenfassung: Die Weltmeisterschaft in Italien war der Höhepunkt der Saison 2008. Mit dem Weltmeistertitel im C1-Team auf der Classicdistanz, dem Vize-Weltmeistertitel im C1 Classic und dem 3. Platz im Canadier Team auf der Sprintstrecke. sowie Platz 7. im C1-Sprint Einzel.
Im Weltcup-"Rummel" sollte es wieder mit vorderen Platzierungen klappen. So konnte ich meinen zweiten Weltcupsieg in meiner Karriere einfahren, sowie einen zweiten Platz und 2x Platz 4. Insgesamt wurde ich damit zweiter im Gesamtweltcup.
Um dem anstrengenden Monat nun ein Schluss-Toplicht zu setzen, ging's zur Deutschen Meisterschaft nach Sterzing/Italien. In meiner Paradedisziplin im Canadier Einer gewann ich im Sprint und Classic. Im C1 Team konnte ich mit meinen Partnern ebenfalls die zwei Titel gewinnen. Nur im Canadier Zweier klappte es nicht mit dem Sieg. Hier wurde ich 2x Vize-Deutscher Meister.
Damit wurde ich bester Deutscher Teilnehmer zur WM, dem WC und der DM. Dies war der Abschluss einer hervorragenden Saison.
Jetzt beginnt ein neues Kapitel - meine Offizierlaufbahn -
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Nach meiner sportlich erfolgreichen Zeit in der Sportfördergruppe der Bundeswehr Sonthofen, in der eine sehr angenehme Atmosphäre herrscht, ging’s ab in das wirklich „harte“ Berufs-/Studienleben. Denn sportliche Karriere ist nicht alles – da gibt es ein danach… und damit das Erwachen nicht so hart ist, sollte man sich über das DANACH rechtzeitig Gedanken machen
Was stand mir nun bevor?
Als erstes erschreckend… erneute Grundausbildung. Aber diesmal als Offizieranwärter über 6 Monate mit gleichzeitiger Unterrichtung in rechtlichen und politischen Hintergründen sowie einem kleinen Anteil selbständiges Ausbilden einer Gruppe.
Die angenehmsten Ausbildungstage waren die Kletterwoche und die actionreiche Wasserausbildung, bei denen uns u. a. der Verteidigungsminister besuchen kam.
Nach sechs harten Ausbildungsmonaten folgte ein 3-wöchiger Erholungsurlaub.
Anschließend ging´s für mich zum wichtigsten Lehrgang in meiner Laufbahn. Es ging darum den Offiziersbrief zu erwerben, um Offizier werden zu können, sowie um überhaupt für das Studium zugelassen zu werden.
Es waren drei Monate Ausbildung in Geschichte, Taktik und Recht. Eine mit 7 Klausuren in vier Wochen zu absolvierende Prüfungsphase schloss diesen Lehrgang ab.
Ein 10-wöchiger Englischlehrgang der am Ende mit einem SLP von 3332 bestanden werden musste, folgte. Das heißt soviel wie – man muss im Schreiben eines Briefes, Verstehen eines Hör- und Lesetextes und einer mündlichen Prüfung – die erforderlichen Kriterien erfüllen. Hier war es für mich recht schwierig meine sportlichen Aktivitäten: EM-Lehrgang und EM mit den täglichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Die Ergebnisse waren dennoch recht ansprechend mit einem 5. Platz im C1 Sprint und 2x Platz 3. in den Teamrennen.
Bevor es dann im Oktober zum Studium ging, durchläuft jeder Soldat noch ein Truppenpraktikum bei seiner speziellen Truppengattung (bei mir Artillerie). Dort nimmt man zumeist an einer Grundausbildung als Hilfsausbilder oder sogar Gruppenführer, einer eigenen ca. 9 bis 13 Mann und Frau „starken“ Gruppe, teil. Ich empfand diesen Ausbildungsteil als angenehm in dem bereits weit voran geschrittenen Jahr. Man lernte hier v. a. die Grundfertigkeiten der ersten 6 Monate aus der Grundausbildung zu vermitteln und zu vertiefen.
Nach diesen erfolgreichen drei Lehrgängen darf jeder Fahnenjunker (Dienstgrad eines Soldaten) ab Oktober in München oder Hamburg sein Studienfach anfangen zu studieren. Aber nicht zu vergessen, da meine hart erkämpfte Sportprüfung an der Spoho Köln schon zwei Jahre alt war, musste ich diese in Würzburg nochmals wiederholen. *g*
Das erste Trimester (Oktober bis Dezember) in Sportwissenschaft habe ich nun bereits erfolgreich abgelegt und so kann ich nun nach dem Weihnachts- und Jahreswechselurlaub, den ich mit Paddel- und Ski-Trainingslager „überbrückte“ in das zweite Trimester (Januar bis März) starten.
Sportlich kann ich in meinem derzeit sehr „sportlich ausgerichteten Studiengang“ den Kanu-Wildwasserrennsport aktiv und mit hohen Zielen weiter vorantreiben. Um auch an langen Studiennachmittagen das ggf. zwei- bis dreimalig tägliche Training absolvieren zu können, verdanke ich u. a. auch der SÜDHAUSBAU, meinem Sponsor, der mir in der Nähe der Isar eine Wohnung vermittelte.
Mit meinem neuen „roten SÜDHAUSBAU – BLITZ 2010“, den ich auf der FREE-Messe in München taufe, meinem neuen Schlegel-Paddel, mit der Unterstützung der Sporthilfe, meiner Trainer, die mich beraten sowie meiner Fans, die mich motivieren und anfeuern, möchte ich dieses Jahr zur WM ganz ganz weit vorne mithalten können und… na schaun wir mal…
Meine ehrgeizigen Ziele versuche ich so wie bereits in NRW in Brühl nun auch auf die Vereinsjugend im Bayrischen Kanuverband zu übertragen/zu implementieren. Denn als Jungtrainer möchte ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten weitervermitteln und suche/trainiere motivierte Kinder und Jugendliche, die in meine Fußstapfen treten möchten.
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